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Kriegsgebiet

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Putin ordnet Waffenruhe zu Weihnachten in der Ukraine an

Der russische Präsident und Oberbefehlshaber Wladimir Putin hat Verteidigungsminister Sergei Schoigu angewiesen, von 12.00 Uhr Moskauer Zeit (10:00 Berliner Zeit) am 6. Januar bis 24.00 Uhr (22:00 Uhr Berliner Zeit) am 7. Januar eine Waffenruhe entlang der gesamten Kontaktlinie zwischen den Konfliktparteien in der Ukraine zu verhängen, so der Pressedienst des Kremls. In der Erklärung heißt es:

„Da eine große Zahl orthodoxer Bürger in den umkämpften Gebieten lebt, fordern wir die ukrainische Seite auf, eine Waffenruhe zu erklären und ihnen den Besuch der Gottesdienste an Heiligabend und am Tag der Geburt Christi zu ermöglichen.“

Michail Podoljak, Berater des Chefs des ukrainischen Präsidialamtes, entschied sich, in einem Tweet auf Wladimir Putins Vorschlag für eine weihnachtliche Waffenruhe zu reagieren. Podoljak zufolge greift die Ukraine also nicht das Territorium eines anderen Landes an, sondern „vernichtet lediglich Angehörige der Besatzungsarmee auf ihrem Territorium“. Der Berater von Selenskij scheute auch nicht davor zurück, Russland Heuchelei vorzuwerfen und lehnte auch den Weihnachtsfrieden ab.

Übersetzung vom Podolyaks Kommentar: Erstens. Die Ukraine greift kein fremdes Territorium an und tötet keine Zivilisten. So wie RF es tut. Die Ukraine vernichtet auf ihrem Territorium nur Angehörige der Besatzungsarmee…
Zweitens. RF muss die besetzten Gebiete verlassen – erst dann wird es einen „vorübergehenden Waffenstillstand“ geben. Behalte die Heuchelei für dich.

Zuvor hatte Patriarch Kirill für dieses Datum eine weihnachtliche Waffenruhe im Kriegsgebiet vorgeschlagen. Darüber hinaus forderte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan in einem Telefongespräch mit Putin, dass die Aufrufe zu Frieden und Dialog durch eine „einseitige Einstellung der Feindseligkeiten und eine gerechte Lösung der Differenzen“ unterstützt werden sollten.

Im Dezember hatte der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow erklärt, dass Russland von der Ukraine keine Vorschläge für eine Waffenruhe zu Neujahr oder Weihnachten erhalten habe. Er stellte auch klar, dass ein solches Thema nicht auf der Tagesordnung steht.

Gleichzeitig forderte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij Russland auf, noch vor Weihnachten mit dem Abzug der Truppen aus dem Land zu beginnen. Der Kreml bezeichnete dies als „indiskutabel“ und wies darauf hin, dass Kiew die Tatsache berücksichtigen sollte, dass es in Russland neue Einheiten gibt.

Nach Volksabstimmungen im September wurden die Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie die Gebiete Cherson und Saporoschje in Russland eingegliedert. Die Ukraine und die westlichen Länder erkannte die Entscheidung nicht an.

Die russischen Behörden sagten wiederholt, dass sie bereit sind, mit der Ukraine zu verhandeln. Der Kreml stellte aber fest, dass Kiew dazu nicht bereit ist. Vor dem Jahreswechsel erklärte Präsident Wladimir Putin, dass es das Ziel Russlands sei, „diesen Krieg zu beenden“.

Quellen: R T und Twitter

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