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Russland kündigt Übung im Meer mit Einsatz von Hyperschallraketen Zirkon an

Russische Fregatte wird beim Manöver Hyperschallrakete Zirkon testen

Die Fregatte „Admiral Gorschkow“ werde auf ihrer Langstreckenfahrt in den Atlantik, den Indischen Ozean und das Mittelmeer Hyperschallraketen des Systems 3K22 Zirkon im Rahmen der Übung einsetzen, teilte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu dem russischen Präsidenten mit. Schoigu sagte wörtlich:

„Im Rahmen des Manövers wird die Besatzung den Einsatz von Hyperschallwaffen und Langstrecken-Marschflugkörpern in verschiedenen Umgebungen üben.“

Die „Admiral Gorschkow“ brach heute zu einer langen Seereise auf. Der russische Präsident Wladimir Putin wohnte der Zeremonie per Video bei. Er sagte, dass die Zirkon-Hyperschallwaffe eine „einzigartige Waffe“ sei und dass derzeit „kein anderes Land etwas Vergleichbares“ habe.

Sergei Schoigu unterstrich, dass die wichtigste Hauptaufgabe dieser Fahrt sei es, den Bedrohungen für Russland entgegenzuwirken und „gemeinsam mit freundlichen Ländern Frieden und Stabilität in der Region zu erhalten“.

Sie können mehr als 500 Kilometer weit und extrem schnell fliegen: «Zirkon»-Raketen. Russland hat mit ihnen ein modernes Kriegsschiff ausgestattet. Von der Flugabwehr sind sie praktisch nicht aufzuhalten.

Moskau/Murmansk. Vor dem Hintergrund anhaltender Probleme in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin die neue Hyperschallrakete «Zirkon» in Dienst gestellt.

«Ich bin sicher, dass solch eine mächtige Waffe es erlaubt, Russland zuverlässig vor äußeren Drohungen zu schützen und die nationalen Interessen unseres Landes abzusichern», sagte der 70-Jährige in einer vom Fernsehen übertragenen Videoschalte aus dem Kreml zur Inbetriebnahme der «Zirkon»-Raketen auf der Fregatte «Admiral Gorschkow».

Die «Admiral Gorschkow» gehört zu Russlands Nordmeerflotte und soll auf eine lange Seereise in den Atlantischen und Indischen Ozean geschickt werden, um Russlands Seemacht zu demonstrieren. Das 2018 in Dienst gestellte Kriegsschiff ist die erste Fregatte, die mit den neuen Raketen ausgestattet wird. Die Zirkon hat eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern und dient in erster Linie zur Schiffsbekämpfung. Wegen ihrer extrem hohen Geschwindigkeit – nach russischen Angaben kann sie auf bis zu 8000 bis 9000 Kilometer pro Stunde beschleunigen – ist sie von der Flugabwehr praktisch nicht aufzuhalten.

Die öffentliche Zeremonie dient offenbar auch dazu, von den Schwächen der russischen Armee im Ukrainekrieg abzulenken. Nach mehr als zehn Monaten seit Ausbruch der Kampfhandlungen, die eigentlich als begrenzte Operation vorgesehen war, wird Putin von einer zunehmenden Anzahl der Russen nicht mehr als der starke Kriegsherr wahrgenommen, als der er sich präsentieren will. Auch das Image von Russlands Militär und Rüstungsindustrie haben gelitten. Im Zuge der Übertragung versprach Putin, die russischen Streitkräfte weiter mit modernsten Waffen aufzurüsten.

Ukrainischer Geheimdienst: Ukraine wird noch tiefer in russische Gebiete einschlagen

Kirill Budanow, Leiter des ukrainischen Geheimdienstes, hat Russland mit Angriffen auf russisches Territorium gedroht. In einem Gespräch mit ABC News wurde Budanow gefragt, ob die Ukraine den jüngsten Angriff auf einen russischen Luftwaffenstützpunkt durchgeführt habe. Er antwortete:

„Auf diese Frage kann ich im Moment keine Antwort geben. Erst nach Beendigung dieses Krieges.“

Budanow fügte aber hinzu, dass er „froh“ sei über den Angriff.

In den letzten Wochen hatte Moskau Kiew bei zahlreichen Gelegenheiten beschuldigt, Angriffe gegen militärische Einrichtungen auf russischem Gebiet durchzuführen. Letzte Woche erklärte das russische Verteidigungsministerium, eine ukrainische Drohne habe versucht, den Flugplatz Engels im Gebiet Saratow anzugreifen, auf dem sich strategische Bomber befinden. Die russische Luftabwehr schoss die Drohne ab, doch die Trümmer töteten drei Soldaten, wie das Ministerium mitteilte.

Budanow kündigte an, dass Russland weitere Angriffe bevorstehen würden. Diese Angriffe würden „tiefer und tiefer“ reichen, behauptete der Leiter des ukrainischen Geheimdienstes und spielte darauf an, dass dies auch für die Krim gelten werde.

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