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Medwedew: EU-Gaspreisobergrenze ist Ausdruck „animalischer Russophobie“

Die Entscheidung über die Gaspreisobergrenze ist eine rein willkürliche, nicht marktwirtschaftliche Maßnahme und wird daher nicht ernsthaft funktionieren, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates Dmitri Medwedew auf Telegram.

Damit kommentiert er die Einführung einer Gaspreisobergrenze durch die EU. Medwedew bezeichnet die Entscheidung als „töricht“. Er schreibt:

„Wie beim Erdöl wird sie nicht von wirtschaftlicher Logik diktiert, sondern von einem animalischen Hass auf Russland, der auf der manischen These ‚Die Russen sind an allem Schuld‘ beruht. Mit anderen Worten, es handelt sich um eine rein willkürliche, nicht marktwirtschaftliche Maßnahme. Darüber hinaus wurde sie mit einer Vielzahl von Vorbehalten getroffen, die ihre Anwendung blockieren können. Daher wird es nicht ernsthaft funktionieren.“

Nach Ansicht Medwedews wurde die Entscheidung auch „aus der Ohnmacht der EU heraus getroffen, die Situation zu beeinflussen“. Brüssel hätte dies aufgrund des Wunsches getan, nicht tatenlos zu bleiben. Der russische Beamte stellt fest:

„Dies bedeutet, dass die Gaspreise für die europäischen Verbraucher auf einem sehr hohen Niveau bleiben werden.“

„Fazit: Die schwachsinnige Russophobie und damit die Verarmung der einfachen Europäer nimmt zu. Frohe Weihnachten!“

 

Russischer Vize-Regierungschef: Russland wird Lieferung von Erdöl an Länder mit Preisobergrenzen verbieten

Moskau wird die Lieferung von Erdöl und Erdölerzeugnissen an Länder untersagen, die eine Einhaltung der vom Westen eingeführten Preisobergrenze verlangen. Zudem könnte Russland die Erdölproduktion Anfang 2023 um 500 bis 700 Tausend Barrel pro Tag reduzieren. Dies verkündete der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak am Freitag im russischen Fernsehen.

Der Vize-Regierungschef fügte hinzu, dass die Auswirkungen einer solchen Reduktion der Ölproduktion für Russland unbedeutend seien.

Die G7-Länder, die EU und Australien hatten sich zuvor darauf geeinigt, ab dem 5. Dezember eine Preisobergrenze von 60 US-Dollar pro Barrel für Rohöl aus Russland einzuführen. Darüber hinaus sollen ab dem 5. Februar 2023 Höchstpreise für Erdölprodukte in Kraft treten, deren Parameter zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden sollen.

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