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Deutschland will sich mit Bundeswehr an EU-Mission im Niger beteiligen

Deutschland will sich laut der Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht „substanziell“ an einer Mission der EU zur Bekämpfung von Dschihadisten beteiligen. Der Beitrag mit deutschen Soldatinnen und Soldaten werde „mindestens zweistellig“ sein, so Lambrecht.

Die Bundeswehr werde sich „substanziell“ an einer neuen EU-Mission im Niger beteiligen, erklärte die deutsche Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht zum Abschluss ihrer Sahel-Reise in der nigrischen Hauptstadt Niamey am Freitag gegenüber Medienvertretern.

Der Beitrag mit deutschen Soldatinnen und Soldaten werde „mindestens zweistellig“ sein, fügte Lambrecht hinzu. Demnach sehen die Planungen für die EU-Mission eine Gesamtzahl von 200 oder 250 Bundeswehrsoldaten vor. „Wir wollen weiter erfolgreich hier in dieser Region mithelfen zur Stabilisierung“, fügte Lambrecht hinzu.

Vorbild für die neue Mission sei die bisherige europäische Operation Gazelle, die noch bis Jahresende läuft. Im Rahmen von Gazelle haben deutsche Soldatinnen und Soldaten die nigrischen Streitkräfte für den Kampf gegen Dschihadisten trainiert.

Die EU hatte im November eine „militärische Partnerschaftsmission“ angekündigt, die diese Woche beschlossen wurde. Sie soll Anfang 2023 starten. Vorgesehen ist eine Mandatszeit von zunächst drei Jahren. Der deutschen Verteidigungsministerin zufolge geht es vor allem um Ausbildung und Logistik.

Die Bundeswehr ist noch bis Mai 2024 in Mali mit rund 1.100 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen des UN-Auftrags MINUSMA im Einsatz. Lambrecht hatte am Freitag in Mali den Abzug in 2024 bekräftigt.

Gleichzeitig forderte die Verteidigungsministerin von der Regierung „die Einhaltung von Zusagen“. So müssten die Pläne für die Präsidentenwahl in Mali im Jahr 2024 eingehalten werden.

Seit 2018 ist die Bundeswehr auch im Niger und bildet dort Spezialkräfte aus. Der Einsatz läuft aber zum Jahresende aus.

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