• Fr. Jan 27th, 2023

Kriegsgebiet

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Neuartiger russischer Panzer zwingt ukrainische Angreifer zur Flucht

Soldaten der Gruppe „O“ des russischen Zentralen Militärbezirks haben mithilfe von „Terminator“-Kampffahrzeugen zur Unterstützung klassischer Panzer mehrere Angriffe der ukrainischen Streitkräfte an der Defensivlinie entlang der Straße Swatowo-Kremennaja am nördlichsten Frontabschnitt des Ukraine-Krieges, Charkow-Swatowo, abgewehrt. Dies meldet ein Kriegsberichterstatter der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti, die dazu von einer Aufklärungs- und Artilleriekorrekturdrohne aufgenommenes Videomaterial veröffentlicht.

Einer der russischen Soldaten offenbarte dem RIA-Korrespondenten:

„Die Lage bleibt angespannt, aber wir halten die Frontlinie. Wir setzen Artillerie ein, um die feindlichen Gefechtsstellungen zu zerstören, und dann noch Panzer und das schwere Flammenwerfersystem ‚Solnzepjek‚. Bei der Abwehr mehrerer Angriffe hat uns der ‚Terminator‘ sehr geholfen – er hat den Feind buchstäblich in die Flucht geschlagen.“

Er präzisierte, dass dafür ein Aufmarschgebiet der ukrainischen Kämpfer in einer Baumanpflanzung auf einem Feld beschossen wurde, von dem aus sie die russischen Stellungen angreifen wollten.

LVR-Volksmiliz: Ukrainische Panzerfahrer schädigen absichtlich ihre Fahrzeuge

Ukrainische Soldaten würden sich weigern, Befehle zu befolgen. Um sie nicht ausführen zu müssen, würden sie ihre Panzer beschädigen. Das behauptete Andrei Marotschko, ein Offizier der Volksmiliz der Lugansker Volksrepublik, im russischen Fernsehen.

„Die Situation, die sich jetzt an der Kontaktlinie abzeichnet, ist für die ukrainischen Panzerfahrer einfach erschreckend. Erst vorgestern wurde bekannt, dass es immer wieder zu Fällen kommt, in denen sich Panzergruppen einfach weigern, Befehle in Richtung Artjomowsk auszuführen. Sie lassen Dieselkraftstoff und Öl auslaufen und manipulieren die Ketten der Panzer.“

Ihm zufolge gab es sogar Situationen, in denen ukrainische Kommandeure Panzerfahrer in Fahrzeuge eingeschweißt hätten, um sie zu zwingen, in die Offensive zu gehen.

Terminator 2 Panzer
Der BMPT-72 der Russischen Föderation, auch bekannt unter dem Namen „Terminator 2“, ist eine neue Version des BMPT-Panzerunterstützungsfahrzeuges. Er wurde erstmals auf der Russian Arms Expo (RAE) in Nizhni Tagil im September 2013 präsentiert.
Russland setzt zum ersten mal den TOS-1-Flammenwerfer Solntsepek („Glut der Sonne“) ein

Der TOS-Flammenwerfer entfacht die „Glut der Sonne“

Der TOS-1-Flammenwerfer zerstört Bunker, Tunnel und Festungen mit seinen Raketensalven. Nach den Erfahrungen in Syrien entwickelt Moskau eine neue Generation der fürchterlichen Waffe.
Der TOS-Flammenwerfer wurde in Tschetschenien und Syrien eingesetzt. Er ist relativ plump und langsam – zerstört aber Bunker, Festungen und Tunnel mit seinen Raletensalven.

Die Wirkungsweise der TOS-Raketen entspricht einer Aerosolbombe, nur dass hier sehr viele Gefechtsköpfe im Zielgebiet einschlagen, dort verteilen sie einen explosiven Film in der Luft, der exakt gezündet werden muss. Das Ergebnis ist ein riesiger Feuerball, der eine ungeheure Druckwelle auslöst. Der primären Druckwelle folgt sofort ein Vakuum-Unterdruck. Die Wirkung ist verheerend. In einer Studie nach den ersten Einsätzen in Tschetschenien schrieb die CIA: „Im Flammenbereich werden alle Personen ausgelöscht. Auch darüber hinaus erleiden Opfer innere und häufig unsichtbare Verletzungen, Trommelfelle und innere Organe reißen.“ In der Zone des Feuerballs entkommt man der Wirkung selbst in Bunkern und Unterständen nicht. Auf etwaige Zivilisten im Zielgebiet nimmt die Explosion keine Rücksicht.

Der Name TOS-1A Solntsepyok lässt sich mit „Sonnenglut“ übersetzen. Nach Syrien wurde der TOS-1 gebracht, weil seine Druckwelle die tiefen Gräben- und Tunnelsysteme sowie Bunker eindrückt. Die primäre Zerstörungswirkung einer Salve deckt eine Fläche von 200 mal 400 Metern ab. Eine Batterie von fünf TOS-1A schlägt ein Loch von einem Kilometer Länge und 400 Metern Tiefe in die gegnerische Front. Auch Minenfelder lassen sich damit räumen.

Auch die Streitkräfte Assads haben den TOS-1im Einsatz, in den letzten Jahren wurde er mehrfach ins Ausland verkauft. Der Nachfolger soll nun zwei Probleme lösen. Zum einen soll die Reichweite der 30 Raketen erhöht werden, so dass der Panzer nicht von Panzerabwehrraketen getroffen werden kann. Denn trotz des gepanzerten Fahrgestells ist der Flammenwerfer verwundbar, weil er zum Feuern und vor allem zum Nachladen sehr viel Zeit benötigt.

Die Änderung betrifft den Wechsel des Fahrgestells. Der TOS-1 nutzt die alten Fahrgestelle des T-72 Panzers. Von ihnen besitzt Moskau noch Tausende, die kostengünstig aufgearbeitet werden können. Der neue TOS-2 hingegen soll auf neuen Fahrgestellen eine Radpanzer und der Armata-Plattform mit Ketten aufbauen.

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