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Differenzen im Umgang mit Russland – Rumäniens Verteidigungsminister zurückgetreten

Am Montag hat der rumänische Verteidigungsminister Vasile Dîncu überraschend seinen Rücktritt erklärt. Auf Facebook begründete er seinen Schritt mit der „Unmöglichkeit, mit dem Präsidenten“ zusammenzuarbeiten. Vorausgegangen war eine Kontroverse um Dîncus Aufruf zu Verhandlungen mit Russland. Zugleich verstärken die USA ihre militärische Präsenz im Land.
Nach umstrittenen Äußerungen zum Krieg in der Ukraine ist Rumäniens Verteidigungsminister Vasile Dîncu am Montag zurückgetreten. Der Minister begründete seinen Schritt mit der „Unmöglichkeit der Zusammenarbeit mit dem Präsidenten Rumäniens, dem obersten Befehlshaber der Armee“, wie er bei Facebook schrieb.

Dîncu hatte eine Woche zuvor in einem TV-Interview erklärt, der einzige Weg, den Krieg in der Ukraine zu beenden, seien Verhandlungen mit Russland. Staatspräsident Klaus Johannis betonte daraufhin, es sei die offizielle Position Rumäniens und der EU, dass nur die Ukraine entscheiden könne, wann und wie sie verhandle. Dîncu vertrat in Rumäniens großer bürgerlich-linker Regierungskoalition die mächtige Sozialdemokratische Partei (PSD).

Die Kontroversen um die Äußerung Dîncus gehen einher mit Meldungen, die USA hätten eine Eliteeinheit nach Rumänien verlegt und Spekulationen darüber, ob diese in den Krieg in der Ukraine eingreifen wird. Dabei handelt es sich um die 4.700 Mann starke Division „Screaming Eagles“. Offiziell soll die Division an Übungen teilnehmen. Dies berichtete unter anderem der Fernsehsender CBS News. Der Divisionskommandeur äußerte sich dagegen Medien gegenüber, sein Verband werde bereit sein, im Falle einer Eskalation des Konflikts oder eines Angriffs auf die NATO ukrainisches Gebiet zu betreten.

https://www.facebook.com/vasilesebastiandincu/posts/526970672575356

(rt/dpa)

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