• Di. Sep 27th, 2022

Kriegsgebiet

Unabhängige Nachrichten

Erster Zug deutscher Gepard-Flakpanzer in Ukraine angekommen – Gaslieferungen sofort gedrosselt!

Die kiewtreuen Truppen haben den ersten Zug der Flakpanzer „Gepard“ aus Deutschland erhalten. Dies vermeldete der ukrainische Verteidigungsminister, Alexei Resnikow, im Fernsehen.

Die Lieferung erfolgte indes mit Verspätung: Nicht nur ein Zug aus drei Fahrzeugen, sondern fünf Züge hätten Mitte Juli bereits ausgeliefert sein sollen. Insgesamt war angedacht, fünfzig Stück der auf Lenkflugkörper verzichtenden, nur mit zwei Maschinenkanonen bewaffneten Nahbereichs-Luftabwehrfahrzeuge an die Ukraine zu liefern. Ein weiterer Kritikpunkt war der mitgelieferte Munitionsvorrat von lediglich 60.000 Schuss, was angesichts der Gesamtkadenz des Systems von 1.100 Schuss pro Minute gering ausgefallen sei, schreibt der Tagesspiegel.

Unterdessen geht in Deutschland die Debatte darüber weiter, ob Deutschland Panzer direkt an die Ukraine liefern könnte, da es Probleme mit dem sogenannten Ringtausch gibt. Bei dem Ringtausch-Verfahren sollen östliche Verbündete der Ukraine leicht bedienbare Panzer sowjetischer Bauart zu Verfügung stellen. Deutschland sagte den NATO-Partnern im Gegenzug modernes Gerät als Ersatz zu. Polen warf der Bundesregierung allerdings wiederholt vor, Zusagen nicht einzuhalten. Außenministerin Annalena Baerbock und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt räumten am Wochenende ein, dass die Strategie nicht so funktioniere wie geplant.

Direkte Lieferungen finden mehr Fürsprecher

Politikerinnen und Politiker mehrerer Parteien sprachen sich für direkte Waffenlieferungen aus. FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai sagte im Deutschlandfunk: „Wenn das Verteidigungsministerium zu der Feststellung kommt, dass der Ringtausch nicht funktioniert, ist das ein Weg aus meiner Sicht zu sagen, ja, dann wird das direkt geliefert.“ Es gehe um konkrete Unterstützung der Ukraine in einer entscheidenden Phase des Krieges, und es gehe auch um das Ansehen Deutschlands als NATO-Partner, sagte Djir-Sarai.

Auch seine Parteikollegin, die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Agnes Strack-Zimmermann, hatte sich bereits für direkte Waffenlieferungen ausgesprochen und gesagt, gegebenenfalls sollte auch der Kampfpanzer Leopard 2 geliefert werden.

Zufall? JaNein!

Der russische Gaskonzern Gazprom senkt die Lieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 weiter. Von diesem Dienstag an würden noch 20 Prozent oder 33 Millionen Kubikmeter Gas täglich durch die wichtigste Versorgungsleitung nach Deutschland fließen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Grund sei die Reparatur einer weiteren Turbine, hieß es. Kann der Grund die Lieferung von Gepard-Flakpanzer sein?!…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

code