• Di. Sep 27th, 2022

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Russisches Militär vernichtet Lager mit NATO-Harpoon-Raketen in Odessa. Scholz: Die EU attraktiv wie nie, die NATO selten so lebendig

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation hat die russische Luftwaffe in Odessa ein Lager mit Harpoon-Schiffsabwehrraketen zerstört, die zuvor von der NATO an die ukrainischen Streitkräfte übergeben worden waren.

Hochpräzise Langstreckenraketen in einem Gebäude eines Industrieunternehmens in Odessa haben ein Lager für Harpoon-Schiffsabwehrraketen zerstört, die von NATO-Ländern an die Ukraine geliefert worden waren„,

sagte Generalleutnant Igor Konaschenkow, der Sprecher des Ministeriums.

Ebenso soll nach seinen Angaben ein HIMARS-Raketenwerfer in der Nähe von Krasnoarmejsk im Donbass zerstört worden sein.

Quelle: Verteidigungsministerium der Russischen Föderation.

Scholz: Die Europäische Union attraktiv wie nie, die NATO selten so lebendig

In einem Gastbeitrag in der FAZ hat Bundeskanzler Olaf Scholz trotz der verheerenden wirtschaftlichen Entwicklung auf jede Selbstkritik verzichtet, sondern seine Vorstellung einer „Zeitenwende“ weiter ausgebaut.

„Wir unterstützen die Ukraine – und zwar solange sie diese Unterstützung braucht: wirtschaftlich, humanitär, finanziell und durch die Lieferung von Waffen. Zugleich sorgen wir dafür, dass die NATO nicht zur Kriegspartei wird.“

Die ökonomische Krise sieht er als „Herausforderung“, gegen die man sich „unterhaken“ müsse und aus der man „stärker und unabhängiger hervorgehen“ könne. „Schon im vergangenen Dezember, also zwei Monate vor Kriegsbeginn, haben wir uns mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir im Fall der Fälle die Energieversorgung unseres Landes sicherstellen können.“

Eine Rücknahme der Sanktionen im Interesse der deutschen Bürger wird von ihm nicht vorgesehen:

„Dass wir unsere Sanktionen womöglich lange Zeit aufrechterhalten müssen, war uns von Beginn an klar. Und klar ist für uns auch: Bei einem russischen Diktatfrieden wird keine einzige dieser Sanktionen aufgehoben.“

Die EU, betont er, habe in den letzten Monaten einen großen Schritt getan, um zum geopolitischen Akteur zu werden. Diese EU soll aber nicht mehr nach der Regel der Einstimmigkeit funktionieren:

„Nationale Vetos, etwa in der Außenpolitik, können wir uns schlicht nicht mehr leisten, wenn wir weiter gehört werden wollen in einer Welt konkurrierender Großmächte.“

Deutschland müsse Verantwortung übernehmen und führen, „indem wir, als Land in der Mitte Europas, als Land, das auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs lag, Ost und West, Nord und Süd in Europa zusammenführen“. Dabei sei die Europäische Union „so attraktiv wie nie“, und „die NATO war selten so lebendig“. Die „Zeitenwende“ setze auch in Deutschland „neue Kraft frei“.

 

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