• Mi. Okt 5th, 2022

Kriegsgebiet

Unabhängige Nachrichten

Asowstahl endgültig geräumt – US-Admiral unter den „Evakuierten“

Das wochenlang umkämpfte Widerstandsnest im Asow-Stahlwerk, das vorwiegend aus Asow-Truppen und ausländischen Söldnern bestand, wurde nun von russischen und DPR Truppen erobert. Wie bereits durch andere, im Vorfeld aus dem Werk geschleuste Kämpfer, bekannt wurde, befanden sich zahlreiche ausländische militärisch beratende und kämpfende „Söldner“ unter den beharrlich Ausharrenden.

Kapitulation offiziell bestätigt

Der ukrainische Präsident Selenskyi bestätigte heute Dienstag in einer Videoansprache faktisch die Kapitulation des ukrainischen Militärs im Asow-Stahlwerk in Mariupol, ohne dabei das Wort Kapitulation in den Mund zu nehmen.

Nach Angaben des Asow-Kommandanten im Stahlwerk, Denis Prokopenko liegen nachstehende Zahlen und Aussagen vor:

20 schwer Verwundete, 31 relativ Gesunde ergaben sich in Asowstal.
Eine der Widerstandsgruppen kapitulierte und löste sich von der Hauptgruppe.
Sie haben sich unter der Garantie ihres Lebens ergeben.
Niemand hat ihnen einen Austausch versprochen.

Dies wurde auch durch Berichte des ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform, in deren Berichten bestätigt.

Unter anderem hatten wir bereits über einen kanadischen General berichtet, der sich ergeben musste. Nun aber ist unter den letzten Verbliebenen ein hoch dekorierter US-Navy 4‑Sterne General aufgetaucht.

US-General und ‚Silver-Star‘ Träger unter den „Gefangenen“

Trotz aller wochenlanger Interventionen hochrangiger und weniger einflussreicher (z.B. Österreichs Kanzler Nehammer) europäischer Politiker, den in Asowstahl Eingekesselten, freies Geleit zu garantieren, ließ sich die russische Führung nicht auf diesen „Kuh-Handel“ ein. Offenbar im Wissen um die hochrangigen „West-Militärs“ die sich vor Ort befanden.

Bis zu Letzt hatte man nun von ukrainischer Seite (mit Unterstützung des Westens) versucht, einen „Gefangenen-Austausch“ mit russischen Soldaten, zu erwirken. Nachdem sich aber unter den, von der Ukraine Gefangenen keine hochrangigen Armee-Mitglieder befinden dürften, ging auch dieser „Vertuschungsversuch“ der westlichen Infiltration ins Leere.

Die nun gefangen genommenen Kämpfer sollen in die, von DPR (Donjetsk Peoples Republic) Einheiten kontrollierte Stadt Nowoasowsk, im Osten der Ukraine gebracht und dort medizinisch versorgt werden. Darunter wie auf Aufnahmen der „Evakuierten“ erkennbar ist, Admiral Eric Thor Olson.

twitter.com/JensJahr/status/1526285496028102657?s=20&t=iYdxBdL2lQCcsDJRN-uK_w

Nach Angaben der ukrainischen Seite wurden seit Montag 53 schwer Verletzte aus dem Stahlwerk Asowstal in das, von der Volksrepublik Donezk (DVR) kontrollierte Gebiet in Nowoasowsk „evakuiert“. Weitere 211 ukrainische Kämpfer seien über einen humanitären Korridor nach Jelenowka in der DVR gebracht worden, hieß es.

„Werdegang“ des US-Spezialeinheiten-“Nothelfers“

Olson wurde am 24.1.1952 in Tacoma Washington geboren und war unter anderem USN-Kommandeur, Navy Seal-Ausbilder und Träger des ‚Silver-Star‘. Er diente von 1973 bis 2011, zuletzt im Rang eines 4‑Sterne Admirals.

1993 wurde ihm in der „Schlacht um Mogadischu“ den ‚Silver-Star‘ verliehen. Olson war Commander für „Spezial-Operationen „der USA, der sogenannten Warfare Development Group. Der Name alleine verrät so einiges über die Intentionen seines „Dienstgebers“.

Um nur einige seiner weiteren Auszeichnungen für seinen „tapferen Einsatz im Sinne der Politik seines Landes“ zu nennen, ‚Defence Distinguished Service Medaille‘, ‚Navy Distinguished Service Medaille‘, ‚Defence Superior Service‘, ‚Silver-Star‘, ‚Merit Bronce-Star‘ (Combat V). Alles in Allem einer der höchst dekorierten Navy-Admiräle.

Zuletzt diente er von 2007 bis 2011 als achter Kommandeur der ‚US Special Operations Command‘ (USSOCOM). Selbiges wurde 1987 gegründet und besteht aus 70.000 „Mitarbeitern“. Olson war das erste Navy SEAL, der jemals zum Drei- und Vier-Sterne-Flaggenrang ernannt wurde, sowie der erste Marineoffizier, der USSOCOMs. Olson hatte an mehreren Konflikten und „Notfalloperationen“ teilgenommen und war in diesen auch als SEAL-Zugführer tätig.

Olson ist Mitglied des Beirats von ‚Spirit of America‘, einer „taxfree Non Profit-Organisation, die die, laut US-Definition, die „Sicherheit und den Erfolg von Amerikanern“ unterstützt, die im Ausland dienen, sowie der lokalen Bevölkerung und Partner, denen sie „helfen möchten“. 

Hier sieht man Olson bei einer Rede, vor der Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS), aus dem Jahre 2015. Was die Bedeutsamkeit seiner Person und die nun erfolgte Gefangennahme wohl unterstreichen dürfte.

Admiral Olson war nicht nur der erste Drei- und Vier-Sterne-Navy SEAL, sondern auch das am längsten im Einsatz befindliche Navy SEAL Mitglied, das noch im Dienst war.

Der Trick mit den „Pensionierten“

Genau wie beim kanadischen Brigade-General Trevor John Cadieu, am 3. Mai, heißt es nun auch bei Admiral Olson, sie seien ja bereits pensioniert, Ersterer vorzeitig, wegen Vorwürfen von angeblicher sexueller Belästigung, Zweiterer offenbar altersbedingt. Nun aber zum Kämpfen für die „gute, hilfreiche Sache“ des US-Vaterlandes ist man dann offenbar doch nie zu alt.

Bei Olson heißt es er hatte sich am 22. August 2011, nach über 38 Dienstjahren,  aus dem aktiven Dienst zurück. So sieht dann also bei den Amerikanern der „inaktive“ Dienst aus, auch das hätte man als „aufmerksamer“ Europäer bereits zur Genüge lernen können.

Es scheint also die Vorgehensweise zu sein, zu behaupten, diese hochrangigen Militärs würden derlei Einsätze aus humanitären Beweggründen, also quasi aus „Jux und Tollerei“ absolvieren. Damit allerdings glaubhaft machen zu wollen, dass es dabei keinerlei offizielle Verstrickungen der USA, Kanadas und anderer eifriger „Westlakaien“ gäbe, grenzt an Provokation und maßlose Präpotenz, die „Welt für dumm verkaufen zu wollen“.

Wie mit diesen Herrschaften nun verfahren wird, bleibt spannend und ist wohl im besten Falle über russische „Kanäle“ in Erfahrung zu bringen, wir bleiben dran.

Quelle

2 Gedanken zu „Asowstahl endgültig geräumt – US-Admiral unter den „Evakuierten““
  1. Man kann einen hochdekorierten US-Commander wegen seiner Kriegsverbrechen nicht lebenslang wegschließen, aber man kann ihn vor der Rückkehr in seine Familie der internationalen Öffentlichkeit in allen einschlägigen Medien präsentieren. Das ist schon etwas wert, auch wenn man annimmt, dass es noch weitere Ratten im Bunker geben könnte!

    1. Was wohl so nicht geschehen wird, denn wir wissen ja welche Kräfte die ‚einschlägige‘ Presse weitestgehend kontrollieren…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

code